FEUER—GLUT—HOLZ—RAUCH

 

 - das sind die ständigen Begleiter beim Brennen in archaischen Verfahren, so wie es schon in der Vorzeit praktiziert wurde. Schlichte auf das Wesentliche reduzierte Formen und natürliche Farben bestimmen meine Keramik, die ich bevorzugt bei relativ niedrigen Temperaturen brenne. Dazu gehören Pitfire-, Kapsel- und Tonnenbrände sowie Raku. Diese Varianten erfordern ein stetes "sich einlassen" auf das Spiel des Feuers und die kreative Bereitschaft, Zufallseffekte bei allem Bemühen den Zufall beeinflussen zu wollen, anzunehmen.

 

 

"So sehr sie sich mit jedem einzelnen noch so kleinen Herstellungsschritt auseinandersetzt und sich mit ihrem Material immer genauer zu artikulieren weiß, so genau weiß sie auch, dass der eigene Schaffensprozess durch den Vorgang des Brennens und Abkühlens doch wieder vielen Unwägbarkeiten ausgesetzt ist, denen sie sich schlussendlich als Künstlerin zu fügen hat. Urzeitliche Archaik, das Mittelalter, die Renaissance aber auch klare geometische Abstraktion gehen bei Beatrice Gunschera eine so zarte wie energische und eigensinnige Verbindung ein, die zum Philosophieren über Kunst und Gesellschaft verleitet und gleichzeitig einfach zum Träumen anregt."

 

(Marianne Lohmann)